Die Naturtax - TPA
01 34,48 02 68,98 03 103,45 04 137,94 05 168,97 06 191,38 07 213,81 08 236,22 09 258,62 10 281,06 11 387,96 12 439,69 13 500,02 14 569,00 15 646,59 16 732,79 17 826,52 18 931,09 19 1.043,15 20 1.163,86 21 1.293,16 22 1.431,12 23 1.577,83 24 1.732,86 25 1.896,66 26 2.069,08 27 2.250,12 28 2.439,79 29 2.638,07 30 2.847,42
Die Naturtax TPA (Taxa de Preservação Ambiental = Tax zum Schutz der Umwelt) wurde 1989 eingeführt
und im Jahr 1995 modifiziert. Gedacht ist sie zur "...Sicherung der Maßnahmen zum Erhalt der Umweltbedingungen
und Ökologie des Archipels Fernando de Noronha und zur Verbesserung des (Straßen-)verkehrs und Lebensbedingungen
der Einwohner dieses Gebiets...".
Entrichtet werden muss sie von "...allen Personen, die nicht auf dem Archipel wohnhaft sind, sondern zu Besuch mit
touristischem Charakter verweilen...".
Ausgenommen sind Personen, die auf der Insel arbeiten, Studien über Fauna, Flora und Ökosystem des Archipels
für Forschungsinstitutionen oder Lehranstalten durchführen oder auf der Insel lebende Verwandte bis zu einer
Höchstdauer von 30 Tagen besuchen.
Sie wird direkt bei Ankunft am Flughafen bzw. Hafen entrichtet. Mittlerweile ist es möglich sie im Vorfeld via
Internet
hier zu bezahlen.
Die Höhe richtet sich nach der Verweildauer und ist nicht etwa linear sondern nach 5 Tagen abfallend und
nach 10 Tagen drastisch ansteigend. Während 6 Tage um 23 R$ teurer sind als 5 Tage, müssen vom 29. auf den
30. Tag über 200 R$ berappt werden. Am 1.1.2008 wurde die TPA wieder geringfügig erhöht. Eine genauere
Auflistung finden sie in der untenstehenden
Tabelle.
Beachten Sie bitte, dass Sie bei einer eventuellen Verlängerung dies spätestens am angegebenen Abflugtag
am Flughafen melden und nachzahlen müssen. Bei Versäumnis wird sonst die doppelte Tax fällig.
Prinzipiell wäre diese Tax eine gute Sache, wenn sie dem dafür vorgesehenen Zweck zugute kommen würde.
Bereits bei meiner ersten Reise habe ich gesagt: "Eigentlich müssten die Straßen hier aus Marmor sein", da
mich die schlechten Straßen und die hohe Gebühr, die ich für die Verlängerung meines
Aufenthalts bezahlen musste, geärgert haben. An den Straßen hat sich seither nichts geändert. Auch
die Lebensbedingungen der Insulaner hinsichtlich öffentlicher Einrichtungen wie Kindergarten, Schule und
Krankenhaus lassen nach wie vor seeeehr zu wünschen übrig.
Hochgerechnet fließt auf die Insel durch die TPA jährlich 6 Mio.R$. Wo dieses Geld weiterfließt, weiß
vielleicht der Senator von Recife! In Noronha bleibt es sicher nicht. Auf meine Frage, was mit dem Geld passiert,
bekam ich die Antwort, dass beispielsweise die Transportkosten, um den Müll von der Insel aufs Festland zu
bringen, Unsummen verschlingen. Ich kann das nicht glauben. Die Transportschiffe, die die Insel beliefern fahren ja
zurück aufs Festland. Man könnte ihnen zur Auflage machen, den Müll kostenlos mitzunehmen.
Böse Zungen behaupten ohnehin, dass der Müll, der auf diese Schiffe geladen wird
in den seltensten Fällen auch am Festland ankommt.
Noronha müsste, wenn wir schon eine eigene Zeitzone haben, ein eigener Staat innerhalb Brasiliens sein,
oder zumindest ein Municipio (Kreisstadt) innerhalb Pernambucos. Dies wurde auch schon angestrebt, scheiterte jedoch.
Dann würden die Einnahmen auf der Insel bleiben
und könnten die Bestimmung erreichen, wofür sie gedacht sind - Schule, Krankenhaus, Straßen,
Bau von Meerwasserentsalzungsanlagen (Süßwasser ist immer knapp), Wind- und Wellenkraftwerke,
Solaranlagen und vor allem Umweltschutz.