| Jürgen Kunze, 44 Jahre, Ingenieur. Im Sommer arbeite ich 5 Monate als Kfz-Sachverständiger in Deutschland, die übrigen 7 Monate verbringe ich in Brasilien, vornehmlich in Noronha. In den 80er Jahre begann ich zu reisen, durchstreifte zunächst Südostasien bis nach Papua Neuguinea, verbrachte einige Jahre einen Teil der Wintermonate auf den Philippines, bereiste aber außerdem andere Länder, insbesondere in Südostasien, Afrika, der Karibik und Lateinamerika. 1989 betrat ich erstmals brasilianischen Boden (zum Carneval in Rio). Ich verliebte mich in Land und Leute, seilte mich mehr und mehr von Asien ab und konzentrierte mich auf Brasilien. Ende der 90er Jahre verschlug mich das Schicksaal nach Noronha. Ich habe mich sofort in die Insel und einige Tage später in eine Insulanerin verliebt, die ich 2001 geheiratet habe. Seit dieser Zeit besitze ich in Brasilien die Permanencia (unbefristete Aufenthaltsgenehmigung) und eine Carteira de Morador für Fernando de Noronha (als einziger Deutscher), die mir dort einen Einheimischenstatus verleiht. Meine Hobbies: Reisen und Segeln und mit dem Segelboot reisen --- und vor allem mein Sohn Max. |
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| Berenice Rodruigues dos Santos Kunze, 32 Jahre, Allrounder. Man kennt mich unter dem Namen Beré (sprich Beree). Ich bin in Fernando de Noronha geboren. Als ich 3 Jahre alt war, wurde mein Vater, der in der Armee arbeitete, nach Humaitá im tiefsten Amazonas versetzt. Nach einer schönen Kindheit in der Natur wurde mein Vater, als ich 8 Jahre alt war, nach Brasilia versetzt. Dort verbrachte ich meine Jugend, habe mit 17 Jahren meine Tochter Gabriela zur Welt gebracht und bin im Alter von 20 Jahre zurück nach Noronha. Ich habe im Kindergarten 'Bem me quer' als Kindergärtnerin gearbeitet, bis ich 1999 meinen Mann kennen lernte. Im Jahr 2001 haben wir in Dänemark geheiratet. Während der Sommermonate lebten wir in München, wo ich verschiedene Deutschkurse besucht habe. Die Wintermonate verbrachten wir in Noronha, wo 2003 unser Sohn Maximilian in einer Höhle am Meer entstand. Auf unserem Grundstück in Noronha planen wir derzeit den Bau eines Wohnhauses mit angegliedertem Restaurant. Ich hoffe dieses Projekt erlaubt es uns zukünftig für immer in Noronha bleiben zu können. Meine Hobbies: Kinder, vor allem mein Sohn Maximilian und meine Tochter Gabi und Schwimmen, am liebsten mit unseren Delphinen. |
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| Gabriela Lorri dos Santos, 15 Jahre, Schülerin. Ich bin in Brasilia geboren und im Alter von 3 Jahren nach Noronha gekommen. Dort besuchte ich den Kindergarten 'Bem me quer' und jetzt die Inselschule 'Escola de Arquipelago'. In Deutschland war ich auch schon mal während meiner Schulferien im Dezember und Januar 2003, kurz nachdem mein kleiner Bruder auf die Welt gekommen ist. Dort hat es mir sehr gut gefallen, vor allem in den Bergen beim Skifahren. Ich würde gerne mal wieder dahin, aber wenn ich große Ferien habe ist mein Stiefvater in Brasilien. Wenn meine Mutter und der Maxi in Deutschland sind wohne ich bei meinen Grosseltern. Zu Hause helfe ich meiner Mutter viel im Haushalt. Ich gehe nach der Hausarbeit gerne an den Strand um mit meinem kleinen Bruder zu spielen, zu schwimmen oder zu surfen. Im Februar sind am Casimba do Padre die internationalen Surfmeisterschaften, da freu ich mich schon drauf. Dann wimmelt die Insel von Surfern und es ist richtig was los. Ich möchte gerne Fotomodell werden, aber dazu müsste ich von Noronha wegziehen. Meine Hobbies sind Surfen (wie alle Jugendlichen hier), Musik, Tanzen und Capoeira. |
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| Maximilian dos Santos Kunze, 5 Jahre, Surfer. Ich bin in dieser Höhle entstanden. Rechts auf dem Bild - das ist die Mimi - meine Oma - und links meine Mama. Im Bauch meiner Mama bin ich nach München geflogen und dort in der Frauenklinik in der Maistrasse zur Welt gekommen. Es hat mir in Deutschland gut gefallen, vor allem im Winter in den Bergen. Als ich aber mit 4 Monaten nach Noronha gekommen bin - das war die Wucht. Weil es mir hier so gut gefallen hat, hat mein Papa zu seinem Chef gesagt, dass er lieber mit mir an den Strand geht, als mit dem Mercedes in die Arbeit fährt und deshalb nicht mehr so viel arbeiten kann, weil ich in Noronha groß werden soll. Wir haben dann die Wohnung, die mein Papa kurz bevor ich geboren wurde gekauft hat, wieder verkauft. Mein Zimmer mit den Bärchen an der Tapete und am Teppich war zwar schön aber noch schöner ist es hier am Strand. Ich bekomme gerade vom Gerson - einem Freund von meinem Papa - am Praia de Boldró Surfunterricht. Schwimmen kann ich schon. Manchmal flieg ich mit meinem Papa nach Recife, wo wir eine Wohnung haben. Da ist es auch schön. Mein Papa sagt, wenn ich groß bin werde ich mal Pirat. Oder ich werde Skifahrer, das hab ich im Sommer am Gletscher in Österreich gelernt. Vielleicht machen wir dann eine brasilianische Skimannschaft auf und gehen zu den Winterspielen. Meine Hobbies sind Spielen, vor allem im Meer, Baden, Schwimmen, Surfen, Bootfahren, Reiten und Capoeira. |
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| Bingo, 2 Jahre, Streuner. Ich bin in João Pessoa geboren. Mein Herrchen hat dort lange nach einem Hund als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Maxi gesucht. Als er mich gesehen hat, hat er "Bingo" gesagt und mich gekauft. So bin ich zu meinem Namen gekommen. Da ich damals noch sehr klein war (3 Monate), mussten wir erst zum Tierarzt zum impfen. Dann sind wir mit dem Auto nach Recife gefahren und mussten dort erst mal auf irgend so ein blödes Amt, damit ich nach Noronha darf. Der Flug war ganz schön aufregend, ich durfte sogar aus meinem Käfig raus, weil die Flugbegleiterin mich so schnuckelig fand. In Noronha haben sich dann alle über mich gefreut. Ich liebe es von zu Hause auszureisen und mich auf der Insel rumzutreiben. Ich musste deshalb schon mal eine zeitlang an die Leine, vor allem weil ich am Praia do Sueste einen Vogel gefangen habe und der IBAMA das gar nicht gefallen hat. Manchmal sperrt mich Herrchen oder Frauchen auch ein, wenn sie abends weggehen wollen und ich mitkommen will. Dabei gehen die doch in die Bar do Cachorro (Bar des Hundes). Ich versteh gar nicht warum ich da nicht mitdarf, ich bin doch ein Hund. Außer mit dem Maxi am Strand zu spielen sind meine Hobbies: Streunen, Touristen ankläffen, Pferde jagen und gutes Fressen - vor allem im Flamboyant (nur nicht zuhause!).Wau Wau Wau. |
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